Ein Brief von Lucius an seinen Vater

OT-Disclaimer: Dies ist ein geheimes IT-Dokument. Das bedeutet ihr kennt die hier enthaltenen Informationen nur OT und euer Charakter kennt sie IT nicht. Wenn ihr die Informationen IT verwenden wollt, dann müsst ihr sie euch IT erspielen. Das könnt ihr beispielsweise durch Gespräche mit den beteiligten Charakteren tun. Viel Spaß beim lesen 😊

 

Hochgeschätzer Vater,

Hiermit möchte ich euch von unserer diplomatischen Mission zu den Landen des Vierfestenbundes berichten. Der Grund für unsere Reise in  dieses entlegene Gebiet war eine diplomatische Mission mit dem Ziel freundschaftliche Bande zu schmieden und bestenfalls neue Verbündete für den Krieg an der Heimatfront zu gewinnen.

Geführt wurde unsere Mission von meinem geliebten Rittervater Arcturus Varus von Lauenbach. Begleitet wurde er von seinen Knappen Josef aus dem Fischbachtal und mir. Die Reise war beschwerlich und geplagt von allerlei Widrigkeiten. Des Öfteren mussten wir uns mit Banditen und anderem Gesocks herumschlagen, bis wir in das Gebiet des Vierfestenbundes vorgedrungen waren. Nach einem weiteren beschwerlichen Tagesmarsch wollten wir in eine Herberge einkehren und ein lokaler Bauer verwies uns zu einem nahegelegenen Handelsposten mit dem Namen Vogelwacht. Mit dem letzten Tageslicht legten wir die letzte Strecke über verwahrloste Straßen durch einen sehr dichten und feindseligen Wald zu besagtem Handelsposten zurück.

Josef und ich schlugen für den Herren und uns selbst das Lager auf, danach wurden wir zu dritt der lokalen Autorität vorstellig. Es handelte sich dabei um einen jungen Adligen mit dem militärischen Rang eines Hauptmannes, der über eine Hand voll Soldaten verfügte, um den Handelsposten zu sichern. Der junge Mann schien sichtlich von der Gesamtsituation und der Anwesenheit eines so hohen Herren, wie unserem geliebten Komtur und Erbgrafen, überfordert. Als Unteroffizier unterstütze ihn sein Cousin, ein gewisser Andreas. Jener lokale Hauptmann, der diesen Rang augenscheinlich durch Kontakte und Gefälligkeiten erlangt hatte, wenn man junges Alter und die offensichtlich fehlende militärische Kompetenz berücksichtige, war leider in der Etikette nicht versiert genug, um unserem Herren mit dem gebührenden Respekt zu begegnen, was uns bereits initial etwas verstimmte.

Kurz darauf ertönten Hilferufe und Kampfeslärm aus dem nahen Wald und wir fragten den Hauptmann nach dem schnellsten Weg zu besagtem Lärm, um den Bedrängten Personen beistehen zu können. Er wies uns die Richtung mitten in den Wald. Der Weg erwies sich als unwegsame Todesfalle mit dichtem Gestrüpp und gemeingefährlichen Schlaglöchern. Doch unsere Tapferkeit, unser Mut und unser Glaube in Sareph und Marà war stärker als die Widrigkeiten, sodass wir auch diese Prüfung meisterten. Wir stießen auf jene beschwerliche Straße, über welche auch wir angereist waren und konnten die bedrängten Personen schließlich erreichen, da war der Kampf jedoch glücklicherweise beinahe gewonnen.

Wir stellten die armen Leute unter unseren Schutz und führten sie zurück in den vermeintlichen Schutz des Handelspostens. Prompt folgten mehrere Angriffe lokaler Monströsitäten und Banditen, die wir jedoch erfolgreich abwehrten. Mitten in der Nacht durchbrach eine Explosion die Stille und wir fanden eine lokale Stehle zerstört vor, die so wie der Hauptmann berichtete, den Handelsposten seit langer Zeit schützte und die lokalen Monströsitäten vom Handelsposten fernhielt. Ohne diesen Schutz sei der Handelsposten den Angriffen der Bestien nun Schutzlos ausgeliefert und alle vorhandenen kampffähigen Personen sollen sich bereithalten die Nacht über mögliche Angriffe abzuwehren. Zugleich werde es nächtliche Expeditionen in den Wald geben, um diverse Dinge zu bergen, die nützlich sein sollen, um den Handelsposten zu schützen.

Voller heiligem Eifer meldeten wir uns natürlich freiwillig für die erste der nächtlichen Expeditionen. Diese bestritten wir zusammen mit einem Verband von Landsknechten aus dem schönen Nuremburg, die von einem Landedlen aus eben jenem Lande angeführt wurden. Die gemeinsame Erfahrung schweißte uns zusammen und begründete eine Freundschaft, die zu diesem Tage anhält. Der nächtliche Marsch durch den unwegsamen und dichten Wald war äußerst beschwerlich und wir können nur den Göttinnen danken, dass alle unsere Knöchel, Füße und Augen diesen überlebt haben. Feindkontakt hatten wir wenig, aber dafür intensiven. Wir konnte eine Eier einer lokalen Spezies mit dem Namen Stasben oder Staspen bergen. Das sind sich stark vermehrende rießige Insekten mit schrecklichen Klauen, die alles attackieren und verspeisen, was sich nicht ausreichen wehren kann.

Bei unserer Rückkehr wurde ein altes Dokument zu besagter Stehle gefunden, dem zu entnehmen war, dass diese vor langer Zeit mit Menschenopfern Kraft erlangte und so ihre Wirkung zeigte. Diese Erkenntnis lies uns bereits äußerst geringes Vertrauen in die lokalen Autoritäten weiter sinken. Glücklicherweise trafen wir vor Ort noch einen Ritter, einen alten Freund unseres Herren, der mit einem Mutanten reiste, der seinen Lebensunterhalt mit dem abschlachten von Bestien verdiente. Ein Hechsa oder sowas soll das gewesen sein. Mir war diese Abhumanität auf jeden Fall äußerst suspekt.

Ebenfalls äußerst suspekt war das, was die lokale Bevölkerung unter Unterhaltung verstand. Es wurden lokale Bestien in einen Pferch gepackt und man konnte im Kampf auf Leben und Tod gegen diese antreten. Unser Herr bezahlte dem Mutanten einige Münzen, damit dieser in den Pferch stieg und der Barbarei ein Ende machte, indem er die Bestien erschlug. Mein Ersuchen diese Aufgabe für ihn zu erledigen lehnte unser gnädiger Herr ab. Vorort trafen wir auch einen Großherzog aus Nevenburg, den unser Herr ebenfalls von früher kannte. Ein gewisser Galdanis von Dragon oder so ähnlich.

Nachdem der Ehre und Pflicht so ein angemesser Dienst erwiesen wurde, fanden wir uns in gemütlicher Runde in unserem Lager um die Feuerschale versammelt. Unser geliebter Herr Arcturus stieß mit uns an ebenjenem gemütlichen Lagerfeuer auf unseren bisherigen Knappendienst an und offenbarte uns, dass er unseren Fortschritt auf diesem Pfad für groß genug hält, dass er uns nun die 10 heiligen Paladinaufgaben auftragen werde. Diese 10 Aufgaben prüfen unsere Fähigkeiten, unseren Glauben und unseren Charakter und nur die Würdigen werden diese Prüfungen meistern können. Sollten wir diese 10 Aufgaben zufriedenstellend bewältigen, wird uns eine 11 Aufgabe als Abschlussprüfung gestellt, nach deren Bewältigung wir die heilige Paladinweihe erhalten mögen. Dies war wirklich ein schöner Moment der Brüderlichkeit und Würdigung unserer bisherigen gemeinsamen Erlebnisse.

Am nächsten Tage trafen wir vor Ort auch auf den uns bereits bekannten Omnimagier Julius Sturm. In dieser Zeit verschlechterte sich der mentale Zustand des hoffnungslos überforderten Hauptmannes weiter und sein Cousin, dieser Andreas, begann zu intrigieren und suchte bei uns und weiteren Reisenden nach Unterstützung für einen möglichen Putsch. Dies brachte uns in eine schwierige Lage, da wir uns an solch einer aufrührerischen Maßnahme in einem fremden Land natürlich nicht beteiligen wollten, jedoch hatte der Hauptmann am Abend zu vor einen lokalen Strauchdieb, der mit einer Droge erwischt wurde ohne Prozess an Ort und Stelle hingerichtet. Zudem nahm seine mentale Verfassung rapide ab und die Gefahr die das für die hier versammelten Menschen darstellte war nicht von der Hand zu weisen.

Kurz darauf erfuhren wir, dass es in lokalen Wald zwei indigene Völker gab. Eines mit dem Handel getrieben wurde und ein weiteres, dass die Bestien aus dem Wald als Götter verehrte und mit dem Vierfestenbund im Krieg stand. Es wurde debattiert, ob man dieses zweite, aggressive Volk bekämpfen und womöglich auslöschen wolle. In dieser Situation fiel von Julius Sturm folgender Satz „Naja, es ist kein Völkermord, wenn es kein Volk ist.“ Seiner Auffassung nach war jene zweite Gruppierung nur eine Abspaltung des ersten, friedlichen Waldvolkes und demnach eine komplette Auslöschung dieser Gruppe mit militärischen Mitteln kein Völkermord und damit eine legitime Handlungsoption. Wir widersprachen dieser Auffassung konsequent und betonten unsere Haltung uns aus lokalen Konflikten herauszuhalten, ohne triftigen Grund und unsere Weigerung aufgrund von Hörensagen einen potentiellen Völkermord zu begehen.

Kurz darauf kam es zu einer hitzigen Auseinandersetzung zwischen dem Hauptmann und seinem Cousin Andreas, da der Hauptmann mittlerweile einen Verdacht bezüglich eines möglichen Putsches hegte. Andreas wollte ihn daraufhin verhaften lassen und es kam zu einem Handgemenge, welches unser Herr Arcturus und wir beiden Knappen prompt unterbunden und die beiden Streithähne trennten. Daraufhin entbrannte eine hitzige Diskussion, welche Andreas mit einem Faustschlag zum Haupt des Hauptmanns beendete. Der Schlag wurde mit einem geliehenen Schlagring geführt und führte mysteriöserweise zum sofortigen Tod des Hauptmannes.

Daraufhin brach eine Expedition in den Wald auf, mit dem Ziel Ressourcen für eine neue Stehle zu finden. Um die Schutzbedürftigen zu schützen, schlossen wir uns dieser Expedition an. Es kam zu Kampfhandlungen mit dem einen Waldvolk in zum Schutz von Leib und Leben musste wir leider viele von ihnen Abschlachten. Nach einigen Kämpfen kamen Vertreter des Volkes zu uns mit dem Ziel von Verhandlungen. Die Ziele des Volkes waren leider unvereinbar mit den Zielen der Leute vom Handelsposten. Da wir jedoch weiteres unnötiges Blutvergießen vermeiden wollten, erklärte unser Herr Arcturus in seiner Weisheit, dass wir uns nun aus dem Kämpfen zurückziehen und nur noch zum Selbstschutz und Schutz von Schutzbedürftigen auf dem Gebiet des Handelspostens kämpfen würden.

Dieser Erklärung versetzte einen pickligen Jüngling, welcher augenscheinlich aus diesem Lande stammte, in solche Rage, dass dieser hirnlose Trottel unseren Herren mit seinem Bogen bedrohte. Geistesgegenwärtig stellte ich mich mit erhobener Klinge zwischen den geistig minderbemittelten Aggressor und unseren Herren, um diesen notfalls mit meinem Leib und Leben zu schützen. Ich beschwor den Trottel den Bogen zu senken, da ich ihn sonst in Stücke hacken würde. Bei der dritten und letzten Aufforderung siegte, Marà sei dank, die Vernunft in seinem beschränkten Oberstübchen, was ihm einen schmerzhaften Tod ersparte. In diesem Moment muss ich wirklich von Marà Nächstenliebe durchflutet gewesen sein, dass ich den Einfaltspinsel nicht nach der ersten Aufforderung an Ort und Stelle niederstreckte. Unser Herr jedoch war gnädig und lies den Jüngling unbestraft, ob seines jugendlichen Übermutes.

Gemäß unserer Erklärung zogen wir uns aus dem Wald zurück und beschränkten unsere Taten auf den unmittelbaren Schutz des Handelspostens, mit dem Ziel am Morgengrauen des nächsten Tages prompt abzureisen. Damit endete die diplomatische Mission, da wir gemäß unseren jüngsten Erfahrungen kein Potential für sinnvolle Bündnisse und Unterstützung in den lokalen Ländern mehr sahen. Ein gutes hatte unsere Reise jedoch. Die Gefahr durch die lokalen Bestien inspirierte unseren Herren Arcturus und mich dazu, in Erwägung zu ziehen ein paar Exemplare zu importieren und möglicherweise als äußerst Effektive Kriegswaffe gegen Hochstrom einzusetzen, um endlich das Blatt zu wenden. Ohne einen baldigen Wechsel des Momentums von der Verteidigung zum Angriff, sehen unsere Erfolgschancen äußerst düster aus. Wenn dieses Vorhaben gelingen mag, dann könnte unsere Reise schlussendlich doch militärisch sehr wertvoll gewesen sein.

Euer ergebener Sohn, Lucius.

 

 

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Fotograf: XXXXXXXXXXXXXXXXX